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chown


  1. chown.1.man
  2. chown.2.man


1. chown.1.man

Manpage of CHOWN

CHOWN

Section: Dienstprogramme für Benutzer (1)
Updated: April 2010
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BEZEICHNUNG

chown - Besitzer und Gruppe von Dateien ändern  

ÜBERSICHT

chown [OPTION]... [BESITZER][:[GRUPPE]] DATEI...
chown [OPTION]... --reference=RDATEI DATEI...  

BESCHREIBUNG

Diese Handbuchseite beschreibt die GNU-Version von chown. chown ändert den Besitzer und/oder die Gruppe jeder übergebenen Datei. Wenn nur ein Benutzer (entweder als Benutzername oder numerische Benutzer-ID) angegeben wird, wird dieser Benutzer der Besitzer von jeder übergebenen Datei; die Gruppenzugehörigkeit der Dateien wird nicht verändert. Wenn dem Besitzer ein Doppelpunkt und ein Gruppenname (oder eine numerische Gruppen-ID) ohne Leerzeichen folgt, wird die Gruppenzugehörigkeit der Dateien ebenfalls geändert. Wenn dem Benutzernamen ein Doppelpunkt folgt, aber kein Gruppenname, wird der Benutzer Besitzer der Dateien und ihre Gruppenzugehörigkeit ändert sich auf die Anmeldegruppe des Benutzers. Wenn der Doppelpunkt und die Gruppe ohne Benutzer angegeben werden, wird nur die Gruppe der Dateien geändert; in diesem Fall übt chown dieselbe Funktion wie chgrp aus. Wenn nur ein Doppelpunkt angegeben wird oder der gesamte Operand leer ist, werden weder der Besitzer noch die Gruppe geändert.  

OPTIONEN

Ändern des Besitzers und/oder der Gruppe für jede DATEI in BESITZER oder GRUPPE. Mit --reference werden Besitzer und Gruppe jeder DATEI auf die von RDATEI geändert.

-c, --changes
Wie »verbose«, aber nur durchgeführte Änderungen berichten
--dereference
Die referenzierte Datei jedes symbolischen Links ändern statt des symbolischen Links selbst (dies ist die Voreinstellung)
-h, --no-dereference
Jeweils den symbolischen Link statt der referenzierten Datei ändern (nur nützlich auf Systemen, die für symbolische Links den Besitzer ändern können)
--from=AKTUELLER_BESITZER:AKTUELLE_GRUPPE
Den Besitzer und/oder die Gruppe jeder Datei nur dann ändern, wenn der aktuelle Besitzer und/oder die aktuelle Gruppe mit den hier angegebenen übereinstimmen. Sowohl der Besitzer als auch die Gruppe kann weggelassen werden. In dem Fall ist eine Übereinstimmung für das weggelassene Attribut nicht erforderlich.
--no-preserve-root
»/« nicht besonders behandeln (Voreinstellung)
--preserve-root
Rekursive Bearbeitung von »/« ablehnen
-f, --silent, --quiet
Die meisten Fehlermeldungen unterdrücken
--reference=RDATEI
Besitzer und Gruppe von RDATEI verwenden statt BESITZER:GRUPPE‐Werte anzugeben
-R, --recursive
Dateien und Verzeichnisse rekursiv bearbeiten
-v, --verbose
Eine Diagnose für jede bearbeitete Datei ausgeben

Die folgenden Optionen bestimmen, wie eine Hierarchie abgearbeitet wird, wenn die Option -R ebenfalls angegeben ist. Wenn mehr als eine angegeben ist, wirkt sich nur die Letzte aus.

-H
Wenn ein Befehlszeilenargument ein symbolischer Link auf ein Verzeichnis ist, dieses durchlaufen
-L
Jeden gefundenen symbolischen Link auf ein Verzeichnis durchlaufen
-P
Überhaupt keinen symbolischen Link durchlaufen (Voreinstellung)
--help
Diese Hilfe anzeigen und beenden
--version
Versionsinformation anzeigen und beenden

Der Besitzer bleibt unverändert, wenn er nicht angegeben wurde. Die Gruppe bleibt unverändert, wenn sie nicht angegeben wurde, wird aber auf die Anmeldegruppe gesetzt, wenn diese durch ein »:« hinter einem symbolischen BESITZER impliziert wird. BESITZER und GRUPPE können sowohl numerisch als auch symbolisch angegeben werden.  

BEISPIELE

chown root /u
Ändert den Besitzer von /u auf »root«.
chown root:staff /u
Genauso, aber ändert zusätzlich die Gruppe auf »staff«.
chown -hR root /u
Ändert den Besitzer von /u und darin enthaltener Dateien auf »root«.
 

AUTOR

Geschrieben von David MacKenzie und Jim Meyering.  

FEHLER BERICHTEN

Berichten Sie Fehler in chown (auf Englisch) an bug-coreutils@gnu.org
Homepage der GNU coreutils: <http://www.gnu.org/software/coreutils/>
Allgemeine Hilfe zur Benutzung von GNU-Software: <http://www.gnu.org/gethelp/>
Berichten Sie Fehler in der Übersetzung von chown an <http://translationproject.org/team/de>  

COPYRIGHT

Copyright © 2010 Free Software Foundation, Inc. Lizenz GPLv3+: GNU GPL Version 3 oder neuer <http://gnu.org/licenses/gpl>.
Dies ist freie Software: Sie können sie verändern und weitergeben. Es gibt KEINE GARANTIE, soweit gesetzlich zulässig.  

SIEHE AUCH

chown(2)

Die vollständige Dokumentation für chown wird als Texinfo-Handbuch gepflegt. Wenn die Programme info und chown auf Ihrem Rechner ordnungsgemäß installiert sind, können Sie mit dem Befehl

info coreutils aqchown invocationaq

auf das vollständige Handbuch zugreifen.

 

ÜBERSETZUNG

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Karl Eichwalder <ke@suse.de>, Lutz Behnke <lutz.behnke@gmx.de>, Michael Schmidt <michael@guug.de>, Michael Piefel <piefel@informatik.hu-berlin.de> und Tobias Quathamer <toddy@debian.org> erstellt.

Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3 oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen.

Wenn Sie Fehler in der Übersetzung dieser Handbuchseite finden, schicken Sie bitte eine E-Mail an <debian-l10n-german@lists.debian.org>.


 

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Time: 17:34:48 GMT, October 23, 2013

2. chown.2.man

Manpage of CHOWN

CHOWN

Section: Systemaufrufe (2)
Updated: 23. Mai 2000
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BEZEICHNUNG

chown, fchown, lchown - Besitzverhältnisse einer Datei ändern

Diese Handbuchseite ist eventuell veraltet. Im Zweifelsfall ziehen Sie die englischsprachige Handbuchseite zu Rate, indem Sie

man -LC 2 chown

eingeben.  

ÜBERSICHT

#include <sys/types.h>
#include <unistd.h>

int chown(const char *path, uid_t owner, gid_t group);
int fchown(int fd, uid_t owner, gid_t group);
int lchown(const char *path, uid_t owner, gid_t group);  

BESCHREIBUNG

Die Besitzverhältnisse der Datei, die durch path bzw. fd gegeben ist, werden geändert: neuer Eigentümer ist owner, neue Gruppe ist group. Nur der Super-User kann den Eigentümer einer Datei ändern. Der Eigentümer einer Datei kann die Gruppenzugehörigkeit der Datei in jede Gruppe ändern, der er selber angehört. Der Super-User kann die Gruppenzugehörigkeit beliebig ändern.

Wird als owner oder group -1 übergeben, wird die entsprechende ID nicht geändert.

Werden Eigentümer oder Gruppe einer ausführbaren Datei von einem Nicht-Super-User geändert, werden die Modus-Bits S_ISUID und S_ISGID gelöscht. POSIX legt nicht fest, ob dies auch dann geschehen sollte, wenn der Super-User chown durchführt. Das Verhalten von Linux ist in diesem Falle abhängig von der Kernelversion. Ist die Datei nicht ausführbar (d.h. das S_IXGRP Bit ist gelöscht), bedeutet ein gesetztes S_ISGID Bit verbindliche Sperren (mandatory locks) für die Datei. Dieses Bit wird dann von chown nicht geändert.  

RÜCKGABEWERT

Bei Erfolg gibt chown Null zurück. Bei einem Fehler wird -1 zurückgegeben und errno entsprechend gesetzt.  

FEHLER

Die häufigsten Fehler für chown sind unten aufgeführt. Je nach Dateisystem können andere Fehler zurückgegeben werden.
EPERM
Die effektive UID (Benutzer ID) entspricht nicht dem Eigentümer der Datei und ist auch nicht Null (d.h. Super-User). EPERM kann auch anzeigen, dass Eigentümer (owner) oder Gruppe (group) falsch angegeben wurden.
EROFS
Die angegebene Datei liegt auf einem schreibgeschützten (read-only) Dateisystem.
EFAULT
path zeigt auf eine Adresse außerhalb des gültigen Adressraums.
ENAMETOOLONG
path ist zu lang.
ENOENT
Die Datei ist nicht vorhanden.
ENOMEM
Es war nicht ausreichend Kernel-Speicher verfügbar.
ENOTDIR
Eine Komponente im Verzeichnisteil des Pfades (d.i. der vordere Teil bis zum Dateinamen ausschließlich) ist kein Verzeichnis.
EACCES
Die Berechtigung zum Durchsuchen eines Verzeichnisses im Pfad ist nicht gegeben.
ELOOP
Es wurden zu viele symbolische Links beim Auflösen von path gefunden.

Folgende Fehler können von fchown zurückgegeben werden:

EBADF
Der Dateideskriptor fd ist ungültig.
ENOENT
Siehe oben.
EPERM
Siehe oben.
EROFS
Siehe oben.
EIO
Ein (low-level) Ein-/Ausgabe-Fehler ist während der Änderung des Inodes aufgetreten.
 

ANMERKUNGEN

In Linux-Versionen vor 2.1.81 (außer 2.1.46) folgte chown nicht symbolischen Links. Ab Linux 2.1.81 folgt chown symbolischen Links und es gibt einen neuen Systemaufruf lchown, der symbolischen Links nicht folgt. Ab Linux 2.1.86 hat dieser neue Aufruf (der die gleiche Semantik wie das alte chown besitzt) die gleiche Systemaufruf-Nummer (syscall number) und chown erhielt die neu eingeführte Nummer.

Der Prototyp für fchown ist nur dann verfügbar, wenn __USE_BSD definiert ist.  

KONFORM ZU

chown ist konform zu SVr4, SVID, POSIX und X/OPEN. Die 4.4BSD-Version kann nur vom Super-User benutzt werden (d.h. dass normale Benutzer keine Dateien abgeben können). SVr4 dokumentiert die Fehler EINVAL, EINTR, ENOLINK und EMULTIHOP, aber nicht ENOMEM. POSIX.1 dokumentiert nicht die Fehler ENOMEM und ELOOP.

Der fchown-Aufruf ist konform zu 4.4BSD und SVr4. SVr4 dokumentiert zusätzlich die Fehler EINVAL, EIO, EINTR und ENOLINK.  

EINSCHRÄNKUNGEN

Die Semantik von chown() wird auf NFS-Dateisystemen mit aktiviertem UID-mapping (Umsetzung der Benutzerkennungen zwischen verschiedenen Rechnern) bewusst verletzt. Außerdem wird bei allen Systemaufrufen, die auf den Dateiinhalt zugreifen, die Semantik verletzt, da chown() einen sofortigen Entzug des Zugriffs bei bereits geöffneten Dateien bewirken kann. Zwischenspeicherung (caching) seitens des Clients kann zu einer Verzögerung zwischen dem Zeitpunkt der Änderung der Besitzverhältnisse, um einem Benutzer Zugriff zu ermöglichen, und dem Zeitpunkt, zu dem er auf anderen Clients tatsächlich zugreifen kann, führen.  

SIEHE AUCH

chmod(2), flock(2).


 

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