chown
ändert Besitzer und Gruppenzugehörigkeit
1. chown.1.man
Manpage of CHOWN
CHOWN
Section: FSF (1)Updated: Mai 2001
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NAME
chown - ändert Besitzer und GruppenzugehörigkeitÜBERSICHT
chown [OPTION]... EIGENTÜMER[:[GRUPPE]] DATEI...chown [OPTION]... :[GRUPPE] DATEI...
chown [OPTION]... --reference=RDATEI DATEI...
BESCHREIBUNG
Diese Manual-Seite dokumentiert die GNU-Version von chown. chown ändert den Besitzer und/oder die Gruppenzugehörigkeit jeder gegebenen Datei anhand des ersten Arguments, das keine Option ist. Dieses Argument wird folgendermaßen interpretiert: Wenn nur ein Benutzername (oder eine numerische Nutzer-ID) gegeben ist, dann wird dieser Nutzer Besitzer der gegebenen Dateien, und die Gruppe der Dateien bleiben unverändert. Wird der Benutzername von einem Doppelpunkt oder Punkt und einem Gruppennamen (oder einer numerischen Gruppen-ID) gefolgt, ohne jedwede Leerzeichen dazwischen, so wird die Gruppenzugehörigkeit ebenfalls geändert. Folgt dem Benutzernamen ein Doppelpunkt oder Punkt, aber kein Gruppenname, dann wird dieser Nutzer Besitzer der gegebenen Dateien und die Gruppe der Dateien wird auf die Login-Gruppe des Nutzer gesetzt. Sind Doppelpunkt oder Punkt vorhanden, aber kein Benutzername, so wird nur die Gruppe der Dateien verändert, in diesem Fall führt chown die gleiche Funktion wie chgrp aus.OPTIONEN
Wechseln des Eigentümers und/oder der Gruppe für jede DATEI nach EIGENTÜMER und/oder GRUPPE.
- -c, --changes
- Wie --verbose, aber nur melden, wenn eine Änderung durchgeführt wird.
- --dereference
- Verändern der referenzierten Datei einer symbolischen Verknüpfung statt der Verknüpfung selbst.
- -h, --no-dereference
- Verändern einer symbolische Verknüpfungen statt der referenzierten Datei. (Verfügbar nur auf Systemen welche den Eigentümer einer symbolischen Ver- knüpfung verändern können)
- --from=MOMENTANER_EIGENTÜMER:MOMENTANE_GRUPPE
- Ändern des Eigentümers und/oder der Gruppe jeder Datei
- nur wenn der momentane Eigentümer und/oder die Gruppe der angegebenen entsprechen. Eine von beiden kann weggelassen werden, woraufhin eine Übereinstim- mung des weggelassenen Attributes nicht notwendig ist.
- -f, --silent, --quiet
- Unterdrücken der meisten Fehlermeldungen.
- --reference=RDATEI
- Verwendung einer Referenz-Datei anstatt der Ver- wendung expliziter EIGENTÜMER:GRUPPE-Werte.
- -R, --recursive
- Rekursives Ändern der Dateien und Verzeichnisse.
- -v, --verbose
- Durchgeführte Tätigkeiten erklären.
- --help
- Anzeigen einer kurzen Hilfe und beenden.
- --version
- Ausgabe der Versionsinformationen und beenden.
Eigentümer bleibt unverändert, wenn nicht angegeben. Gruppe bleibt unverändert, wenn nicht angegeben, wird aber auf die Login-Gruppe gesetzt, wenn durch »:« impliziert. EIGENTÜMER und GRUPPE können sowohl numerisch als auch symbolisch angegeben werden.
AUTOR
Geschrieben von David MacKenzie.BUGS MELDEN
Berichten Sie Fehler an <bug-fileutils@gnu.org>.COPYRIGHT
Copyright © 2001 Free Software Foundation, Inc.Dies ist freie Software; die Kopierbedingungen stehen in den Quellen. Es gibt keine Garantie; auch nicht für VERKAUFBARKEIT oder FÜR SPEZIELLE ZWECKE.
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Time: 00:23:19 GMT, November 20, 2008
2. chown.2.man
Manpage of CHOWN
CHOWN
Section: Systemaufrufe (2)Updated: 23. Mai 2000
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BEZEICHNUNG
chown, fchown, lchown - Besitzverhältnisse einer Datei ändernÜBERSICHT
#include <sys/types.h>#include <unistd.h>
int chown(const char *path, uid_t owner, gid_t group);
int fchown(int fd, uid_t owner, gid_t group);
int lchown(const char *path, uid_t owner, gid_t group);
BESCHREIBUNG
Die Besitzverhältnisse der Datei, die durch path bzw. fd gegeben ist, werden geändert: neuer Eigentümer ist owner, neue Gruppe ist group. Nur der Super-User kann den Eigentümer einer Datei ändern. Der Eigentümer einer Datei kann die Gruppenzugehörigkeit der Datei in jede Gruppe ändern, der er selber angehört. Der Super-User kann die Gruppenzugehörigkeit beliebig ändern.Wird als owner oder group -1 übergeben, wird die entsprechende ID nicht geändert.
Werden Eigentümer oder Gruppe einer ausführbaren Datei von einem Nicht-Super-User geändert, werden die Modus-Bits S_ISUID und S_ISGID gelöscht. POSIX legt nicht fest, ob dies auch dann geschehen sollte, wenn der Super-User chown durchführt. Das Verhalten von Linux ist in diesem Falle abhängig von der Kernelversion. Ist die Datei nicht ausführbar (d.h. das S_IXGRP Bit ist gelöscht), bedeutet ein gesetztes S_ISGID Bit verbindliche Sperren (mandatory locks) für die Datei. Dieses Bit wird dann von chown nicht geändert.
RÜCKGABEWERT
Bei Erfolg gibt chown Null zurück. Bei einem Fehler wird -1 zurückgegeben und errno entsprechend gesetzt.FEHLER
Die häufigsten Fehler für chown sind unten aufgeführt. Je nach Dateisystem können andere Fehler zurückgegeben werden.- EPERM
- Die effektive UID (Benutzer ID) entspricht nicht dem Eigentümer der Datei und ist auch nicht Null (d.h. Super-User). EPERM kann auch anzeigen, dass Eigentümer (owner) oder Gruppe (group) falsch angegeben wurden.
- EROFS
- Die angegebene Datei liegt auf einem schreibgeschützten (read-only) Dateisystem.
- EFAULT
- path zeigt auf eine Adresse außerhalb des gültigen Adressraums.
- ENAMETOOLONG
- path ist zu lang.
- ENOENT
- Die Datei ist nicht vorhanden.
- ENOMEM
- Es war nicht ausreichend Kernel-Speicher verfügbar.
- ENOTDIR
- Eine Komponente im Verzeichnisteil des Pfades (d.i. der vordere Teil bis zum Dateinamen ausschließlich) ist kein Verzeichnis.
- EACCES
- Die Berechtigung zum Durchsuchen eines Verzeichnisses im Pfad ist nicht gegeben.
- ELOOP
- Es wurden zu viele symbolische Links beim Auflösen von path gefunden.
Folgende Fehler können von fchown zurückgegeben werden:
- EBADF
- Der Dateideskriptor fd ist ungültig.
- ENOENT
- Siehe oben.
- EPERM
- Siehe oben.
- EROFS
- Siehe oben.
- EIO
- Ein (low-level) Ein-/Ausgabe-Fehler ist während der Änderung des Inodes aufgetreten.
ANMERKUNGEN
In Linux-Versionen vor 2.1.81 (außer 2.1.46) folgte chown nicht symbolischen Links. Ab Linux 2.1.81 folgt chown symbolischen Links und es gibt einen neuen Systemaufruf lchown, der symbolischen Links nicht folgt. Ab Linux 2.1.86 hat dieser neue Aufruf (der die gleiche Semantik wie das alte chown besitzt) die gleiche Systemaufruf-Nummer (syscall number) und chown erhielt die neu eingeführte Nummer.Der Prototyp für fchown ist nur dann verfügbar, wenn __USE_BSD definiert ist.
KONFORM ZU
chown ist konform zu SVr4, SVID, POSIX und X/OPEN. Die 4.4BSD-Version kann nur vom Super-User benutzt werden (d.h. dass normale Benutzer keine Dateien abgeben können). SVr4 dokumentiert die Fehler EINVAL, EINTR, ENOLINK und EMULTIHOP, aber nicht ENOMEM. POSIX.1 dokumentiert nicht die Fehler ENOMEM und ELOOP.Der fchown-Aufruf ist konform zu 4.4BSD und SVr4. SVr4 dokumentiert zusätzlich die Fehler EINVAL, EIO, EINTR und ENOLINK.
EINSCHRÄNKUNGEN
Die Semantik von chown() wird auf NFS-Dateisystemen mit aktiviertem UID-mapping (Umsetzung der Benutzerkennungen zwischen verschiedenen Rechnern) bewusst verletzt. Außerdem wird bei allen Systemaufrufen, die auf den Dateiinhalt zugreifen, die Semantik verletzt, da chown() einen sofortigen Entzug des Zugriffs bei bereits geöffneten Dateien bewirken kann. Zwischenspeicherung (caching) seitens des Clients kann zu einer Verzögerung zwischen dem Zeitpunkt der Änderung der Besitzverhältnisse, um einem Benutzer Zugriff zu ermöglichen, und dem Zeitpunkt, zu dem er auf anderen Clients tatsächlich zugreifen kann, führen.SIEHE AUCH
chmod(2), flock(2).
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- BEZEICHNUNG
- ÜBERSICHT
- BESCHREIBUNG
- RÜCKGABEWERT
- FEHLER
- ANMERKUNGEN
- KONFORM ZU
- EINSCHRÄNKUNGEN
- SIEHE AUCH
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Time: 00:23:19 GMT, November 20, 2008

