chmod
ändert Dateizugriffsrechte
1. chmod.1.man
Manpage of CHMOD
CHMOD
Section: FSF (1)Updated: Mai 2001
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NAME
chmod - ändert DateizugriffsrechteÜBERSICHT
chmod [OPTION]... MODUS[,MODUS]... DATEI...chmod [OPTION]... OKTAL-MODUS DATEI...
chmod [OPTION]... --reference=RDATEI DATEI...
BESCHREIBUNG
Diese Man-Seite dokumentiert die GNU-Version von chmod. chmod ändert die Zugriffsrechte jeder gegebenen Datei entsprechend modus, welcher entweder eine symbolische Repräsentation der vorzunehmenden Änderungen oder eine Oktalzahl, die die Bitmuster der neuen Zugriffsrechte repräsentiert, sein kann.Das Format des symbolischen Modus ist `[ugoa...][[+-=][rwxXstugo...]...][,...]'. Mehrere symbolische Operationen können durch Kommas getrennt angegeben werden.
Eine Kombination der Buchstaben »ugoa« steuert, wessen Zugriff auf die Datei geändert wird: Der Besitzer (User - u), andere Nutzer in der Gruppe der Datei (g), andere Nutzer, die nicht in der Gruppe der Datei sind (Other - o), oder alle Nutzer (a). Wenn keiner davon gegeben ist, ist der Effekt so, als ob »a« gegeben sei, aber es werden keine Bits beeinflusst, die in der »umask« gesetzt sind.
Der Operator »+« fügt die angegebenen Rechte den bestehenden Rechten jeder Datei hinzu; »-« entfernt sie; »=« lässt sie die einzigen Rechte jener Datei sein.
Die Buchstaben »rwxXstugo« wählen die neuen Zugriffsrechte für die betroffenen Nutzer aus: Lesen (Read - r), Schreiben (Write - w), Ausführen oder Zugriff auf Verzeichnisse (eXecute - x), Ausführen nur wenn die Datei ein Verzeichnis ist oder schon Ausführungsrechte besitzt (X), Nutzer- oder Gruppen-ID bei Ausführung setzen (s), Programmtext auf Swapgerät sichern bzw. (bei schreibbaren Verzeichnissen) nur Besitzer löschen erlauben (Text bzw. sTicky - t), die Rechte, die der momentane Besitzer der Datei hat (u), die Rechte, die andere Nutzer der Gruppe der Datei haben (g), sowie die Rechte die andere Nutzer, die nicht in der Grupper der Datei sind, für sie haben (o).
Ein numerischer Modus besteht aus ein bis vier Oktalziffern (0-7), die durch Addition der Werte 4, 2 und 1 entstehen. Fehlende Ziffern werden als führende Nullen interpretiert. Die erste Ziffer wählt Nutzer- (4) bzw. Gruppen-ID (2) und Text- oder Sticky-Bit (1). Die zweite Ziffer wählt Zugriffsrechte für den Nutzer, der die Datei besitzt: Lesen (4), Schreiben (2) und Ausführen (1); die dritte entsprechend für die anderen Nutzer in der Gruppe der Datei; die vierte schließlich für andere Nutzer, die nicht in der Gruppe der Datei sind.
chmod ändert nie die Rechte symbolischer Verknüpfungen; der chmod Systemaufruf kann ihre Zugriffsrechte nicht ändern. Das ist kein Problem da die Rechte symbolischer Verknüpfungen nie benutzt werden. Stattdessen ändert chmod die Zugriffsrechte der Datei, auf die gezeigt wird, bei jeder auf der Kommandozeile angegebenen symbolischen Verknüpfung. Die symbolischen Verknüpfungen, die chmod während des rekursiven Abstiegs in Verzeichnisse entdeckt, werden allerdings ignoriert.
OPTIONEN
Wechseln des Modus jeder DATEI nach MODUS.
- -c, --changes
- Wie --verbose, aber nur melden, wenn eine Änderung durchgeführt wird.
- -f, --silent, --quiet
- Unterdrücken der meisten Fehlermeldungen.
- -v, --verbose
- Ausgabe einer Diagnose für jede verarbeitete Datei.
- --reference=RDATEI
- Verwendung von RDATEIs Modus anstatt eines MODUS- Wertes.
- -R, --recursive
- Rekursives Ändern der Dateien und Verzeichnisse.
- --help
- Anzeigen einer kurzen Hilfe und beenden.
- --version
- Ausgabe der Versionsinformationen und beenden.
Jeder MODUS ist einer oder mehrere der Buchstaben »ugoa«, eines der Symbole »+-=« und einer oder mehrere der Buchstaben »rwxXstugo«.
AUTOR
Geschrieben von David MacKenzie.BUGS MELDEN
Berichten Sie Fehler an <bug-fileutils@gnu.org>.COPYRIGHT
Copyright © 2001 Free Software Foundation, Inc.Dies ist freie Software; die Kopierbedingungen stehen in den Quellen. Es gibt keine Garantie; auch nicht für VERKAUFBARKEIT oder FÜR SPEZIELLE ZWECKE.
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Time: 00:23:19 GMT, November 20, 2008
2. chmod.2.man
Manpage of CHMOD
CHMOD
Section: Systemaufrufe (2)Updated: 23. Januar 2001
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BEZEICHNUNG
chmod, fchmod - Zugriffsrechte einer Datei ändern.ÜBERSICHT
#include <sys/types.h>#include <sys/stat.h>
int chmod(const char *Pfad, mode_t Rechte);
int fchmod(int fd, mode_t Rechte);
BESCHREIBUNG
Die Zugriffsrechte der durch Pfad beziehungsweise fd angegebenen Datei oder des Verzeichnisses werden geändert. Die Rechte werden angegeben durch bitweises Oder der folgenden Werte:-
- S_ISUID
- 04000 Setze Benutzerkennung bei Ausführung;
- S_ISGID
- 02000 Setze Gruppenkennung bei Ausführung;
- S_ISVTX
- 01000 'Sticky-Bit' (Erklärung siehe unten);
- S_IRUSR (S_IREAD)
- 00400 Leserechte für Eigentümer;
- S_IWUSR (S_IWRITE)
- 00200 Schreibrechte für Eigentümer;
- S_IXUSR (S_IEXEC)
- 00100 Ausführrechte für Eigentümer, bei Verzeichnissen: Eigentümer darf Verzeichnis durchsuchen;
- S_IRGRP
- 00040 Leserechte für Gruppe;
- S_IWGRP
- 00020 Schreibrechte für Gruppe;
- S_IXGRP
- 00010 Ausführrechte für Gruppe, bei Verzeichnissen: Gruppe darf Verzeichnis durchsuchen;
- S_IROTH
- 00004 Leserechte für andere;
- S_IWOTH
- 00002 Schreibrechte für Gruppe;
- S_IXOTH
-
00001 Ausführrechte für andere, bei Verzeichnissen: andere dürfen
Verzeichnis durchsuchen;
Ist die effektive Benutzerkennung des Prozesses nicht null und entspricht die Gruppenzugehörigkeit der Datei nicht einer der Gruppen des aufrufenden Prozesses, so wird das S_ISGID-Bit abgeschaltet, ohne dass ein Fehler zurückgeliefert wird. Abhängig vom verwendeten Dateisystem können die S_ISUID- und S_ISGID-Bits gelöscht werden, sobald die Datei beschrieben wird.
Auf manchen Dateisystemen darf lediglich der Administrator das Sticky-Bit setzen. Das Sticky-Bit kann verschiedene Bedeutungen haben, beispielsweise kann in Verzeichnissen mit gesetztem Sticky-Bit eine Datei nur vom Dateieigentümer oder dem Administrator (root) gelöscht werden.
Auf NFS-Dateisystemen findet die Zugriffskontrolle auf dem Server statt, während der Klient selbst seine offenen Dateien verwaltet. Verschärfte Zugriffsrechte treten somit augenblicklich in Kraft. Erweiterte Zugriffsrechte hingegen werden erst nach und nach an andere Klienten weitergegeben.
RÜCKGABEWERT
Sind die Zugriffsrechte erfolgreich geändert, wird 0 zurückgegeben. Tritt ein Fehler auf, wird -1 zurückgegeben und errno entsprechend der Fehlerursache gesetzt.FEHLER
Welche Fehler im einzelnen zurückgeliefert werden, hängt ab vom verwendeten Dateisystem. Die folgenden Auflistungen nennen lediglich die allgemein üblichen.Zunächste die Fehler für chmod:
- EPERM
- Die effektive Benutzerkennung ist weder null, noch entspricht sie dem Eigentümer der Datei.
- EROFS
- Die angegebene Datei befindet sich auf einem Dateisystem, das nur lesbar ist.
- EFAULT
- Pfad zeigt auf einen Speicherbereich außerhalb des erlaubten Adressraums des Prozesses.
- ENAMETOOLONG
- Pfad ist zu lang.
- ENOENT
- Der angegebene Pfadname existiert nicht.
- ENOMEM
- Das Betriebssystem verfügt nicht über ausreichend Speicher, um die Anweisung auszuführen.
- ENOTDIR
- Eine Komponente von Pfad ist kein Verzeichnis.
- EACCES
- Dem Prozess ist nicht erlaubt, eine Komponente von Pfad zu durchsuchen.
- ELOOP
- Pfad enthält zu viele symbolische Verweise.
- EIO
- Ein Ein-/Ausgabefehler ist aufgetreten.
Übliche Fehler bei fchmod:
- EBADF
- fd ist kein gültiger Dateideskriptor.
- EROFS
- Siehe oben.
- EPERM
- Siehe oben.
- EIO
- Siehe oben.
KONFORM ZU
Der chmod-Aufruf ist vereinbar mit SVr4, SVID, POSIX, X/OPEN und 4.4BSD. SVr4 legt die zusätzlichen Fehler EINTR, ENOLINK und EMULTIHOP fest, jedoch kein ENOMEM. In POSIX.1 fehlen die EFAULT, ENOMEM, ELOOP und EIO Fehlerbedingungen sowie die Makros S_IREAD, S_IWRITE und S_IEXEC.Der fchmod-Aufruf ist vereinbar mit 4.4BSD und SVr4. SVr4 legt die zusätzlichen Fehler EINTR und ENOLINK fest. POSIX verlangt die fchmod-Funktion, sofern zumindest eines von _POSIX_MAPPED_FILES und _POSIX_SHARED_MEMORY_OBJECTS definiert ist. Zudem beschreibt es die zusätzlichen Fehler ENOSYS und EINVAL, nicht jedoch EIO.
Weder POSIX, noch X/OPEN dokumentieren das Sticky-Bit.
SIEHE AUCH
open(2), chown(2), execve(2), stat(2),
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Time: 00:23:19 GMT, November 20, 2008

